Wenn Meteoriten (Sternschnuppen) in der Erdatmosphäre verglühen, hinterlassen sie in ihrer Bahn einen ionisierten Kanal. Dieser ist recht kurzlebig (max. 2 Minuten). An diesem Kanal werden die Funkwellen (als sogenannter Ping) reflektiert. Auf Grund der sehr kurzzeitigen Reflektionen wurde Meteorscatter früher fast ausschließlich in HSCW (Highspeed-Morsetelegraphie) abgewickelt. Dazu wurde mit einer Speichermorsetaste mit sehr hoher Geschwindigkeit der Sendebetrieb abgewickelt, zum Empfang wurden Tonbandgeräte mit hohen Aufzeichnungsgeschwindigkeit eingesetzt. Die Tonbbänder wurden dann langsam abgespielt. Das ganze Verfahren war recht aufwendig, mit der Verbreitung von Soundkarten wurden die Tonbandgeräte ersetzt. Damit man überhaupt eine Chance hatte, die kurzen Pings auszuwerten, wurde in einem 2,5min Raster pro Station gearbeitet. Mittlerweile gibt es für VHF auch moderne, rein computerbasierden Verfahren wie WSJT. Da das Verfahren deutlich schneller ist als HSCW und auch noch die lästige Rückdekodierung entfällt, hat sich die Betriebsabwicklung fast völlig auf WSJT verlagert. Sind die Pings lang, kann man auch in SSB MS-Betrieb abwickeln, dafür braucht man aber ein sehr schnelles "Mundwerk".